Totholz & Krankes
Abgestorbene, kranke und gebrochene Äste kommen zuerst heraus, bis ins gesunde Holz. Sie tragen nichts mehr, und an ihnen siedeln sich Pilze und Krankheiten an.
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Wir schneiden Apfel, Birne, Kirsche und Pflaume fachgerecht, Schritt für Schritt in der richtigen Reihenfolge. Schneiden Sie hier selbst einen vernachlässigten Apfelbaum und sehen Sie im Zeitraffer, wie er danach austreibt und trägt.
So sieht ein lange nicht geschnittener Apfelbaum aus: Totholz, Konkurrenztriebe, Wasserschosse, hängende Äste. Tippen Sie auf „Totholz“.
Vereinfachte Zeichnung. Wie Ihr Baum danach aussieht, hängt von Sorte, Alter und Zustand ab.
Ein guter Schnitt folgt einer Reihenfolge: erst Krankes und Großes, dann die Form, zuletzt die Feinarbeit. Was in diesem Schritt fällt, ist kupferfarben markiert. Jeder Schnitt sitzt am Astring oder direkt über einer Abzweigung, ohne Stummel und ohne Wundanstrich.
Abgestorbene, kranke und gebrochene Äste kommen zuerst heraus, bis ins gesunde Holz. Sie tragen nichts mehr, und an ihnen siedeln sich Pilze und Krankheiten an.
Ein dicker, steiler Ast neben der Mitte überbaut die Leitäste und nimmt ihnen das Licht. Er kommt am Astring weg, bei dicken Ästen in drei Schnitten, damit die Rinde nicht einreißt.
Endet ein Leitast in einer Gabel, bleibt eine Verlängerung. Die Spitzen der Leitäste bringen wir auf etwa gleiche Höhe, die Mitte steht eine Handbreit darüber. Bei älteren Bäumen kürzen wir dafür nicht einfach, sondern leiten auf einen flacheren, nach außen wachsenden Trieb ab.
Die kerzengeraden Triebe auf den Astoberseiten tragen keine Früchte und machen die Krone dicht. Wir entfernen sie am Ansatz. Halbieren wäre falsch: Angeschnitten treiben sie nur stärker aus. Ein günstig stehender, flacher Trieb darf als Ersatz bleiben.
Äste, die ins Kroneninnere wachsen oder sich kreuzen, scheuern aneinander und nehmen der Krone das Licht. Einer von beiden muss weg. Meist ist es der, der nach innen zeigt.
Bogig nach unten hängende Äste haben sich abgetragen, die Früchte werden klein. Wir schneiden sie auf einen jungen, nach außen wachsenden Trieb zurück. Das nennt man Ableiten. So verjüngt sich das Fruchtholz, und der Ast bleibt erhalten.
Ohne Schnitt wird die Krone dicht und dunkel. Die Früchte bleiben klein, viele Sorten tragen nur noch jedes zweite Jahr, und das Laub trocknet nach Regen schlecht ab. Pilze haben dann leichtes Spiel. Ein regelmäßiger Schnitt bringt Licht und Luft in die Krone: größere, besser gefärbte Früchte, regelmäßige Ernten in erreichbarer Höhe, ein stabiles Gerüst und ein längeres Baumleben.
Apfel und Birne schneiden wir am liebsten im Spätwinter kurz vor dem Austrieb, an frostfreien Tagen. Das regt das Wachstum an. Kirsche und Pflaume schneiden wir nach der Ernte. Ein Sommerschnitt nach dem Triebabschluss, etwa Mitte August bis Mitte September, bremst starkes Wachstum. Im Herbst schneiden wir nicht: Dann treibt der Baum zu stark aus und wird frostempfindlicher.
Lieber regelmäßig und maßvoll als selten und radikal: Bei der normalen Pflege nehmen wir höchstens etwa ein Viertel der Äste heraus. Ein zu starker Schnitt bringt den Baum aus dem Gleichgewicht. Er antwortet mit einem Wald aus Wasserschossen. Lange vernachlässigte Bäume bringen wir deshalb über mehrere Jahre in Form: zuerst die großen und kritischen Äste, im Jahr darauf das Fruchtholz.
Ein Schnitt macht aus einem alten Baum keinen jungen und heilt keine kranken Wurzeln. Einen Baum zu „kappen“, also die Krone auf eine Höhe abzusägen, ist kein Obstbaumschnitt: Der Baum verhungert an fehlendem Laub und treibt nur noch Wasserschosse. Muss ein Baum ganz weg, fällen wir ihn. Die Wurzel bleibt im Boden.
Höhe und Kronenbreite bestimmen den Aufwand. Lange nicht geschnittene Bäume mit viel Schnittgut kosten mehr. Der Mindestauftrag liegt bei 70 €, inklusive Anfahrt, Geräten, Entsorgung und MwSt.
| Baum | 2 m breit | 3 m breit | 4 m breit |
|---|---|---|---|
| 2 m hoch | 70 € | 89 € | 106 € |
| 3 m hoch | 98 € | 130 € | 156 € |
| 4 m hoch | 125 € | 166 € | 200 € |
| 5 m hoch | 154 € | 206 € | 247 € |
Noch Fragen? Rufen Sie uns an: 030 914 644 49, Mo–Sa, 8–18 Uhr.
Das hängt von Höhe und Kronenbreite des Baums ab und davon, wie lange er nicht geschnitten wurde. Der Mindestauftrag liegt bei 70 €. Anfahrt, Geräte, Entsorgung und MwSt. sind enthalten. Mehrere Bäume schneiden wir in einem Termin.
Apfel und Birne am besten im Spätwinter kurz vor dem Austrieb, an frostfreien Tagen. Kirsche und Pflaume nach der Ernte. Ein Sommerschnitt etwa Mitte August bis Mitte September bremst starkes Wachstum. Im Herbst schneiden wir nicht.
Ja. Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet vom 1. März bis 30. September nur starke Rückschnitte und das Fällen. Schonende Form- und Pflegeschnitte sind ausdrücklich erlaubt. Nester sind das ganze Jahr geschützt, deshalb schauen wir vorher in die Krone.
Wasserschosse sind kerzengerade, schnell wachsende Triebe auf den Astoberseiten. Sie tragen keine Früchte und machen die Krone dicht. Halbiert treiben sie umso stärker wieder aus. Deshalb entfernen wir sie am Ansatz; im Juni lassen sie sich auch ausreißen. Einzelne günstig stehende Triebe dürfen als Ersatz bleiben.
Dann bringen wir ihn über mehrere Jahre in Form: im ersten Jahr Totholz, den Konkurrenzast und die großen, kritischen Äste, im Jahr darauf das Fruchtholz. Ein radikaler Schnitt auf einmal würde den Baum schwächen.
Nein. Nach heutigem Stand trocknen saubere Schnitte am Astring besser ab, wenn sie offen bleiben. Ein vollflächiger Wundanstrich hält Feuchtigkeit fest und kann Fäulnis fördern.
In Berlin fallen Obstbäume nicht unter die Baumschutzverordnung, außer Walnuss und Türkische Baumhasel ab 80 cm Stammumfang, mehrstämmig schon ab 50 cm an einem Stamm. In Potsdam können auch große Obstbäume geschützt sein. Für den Pflegeschnitt braucht es keine Genehmigung; soll ein Baum gefällt werden, prüfen wir das vorher.
Wir nehmen es mit und bringen es zur Kompostierung. Das ist im Preis enthalten.
Haben Sie den Rechner benutzt, ist die Größe schon eingetragen. Sagen Sie uns noch, wie viele Bäume es sind. Ein Foto hilft dabei. Wir melden uns werktags innerhalb eines Tages mit einem Terminvorschlag, meist für die nächsten 1–2 Wochen.
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